Blogtour

Hey ihr Lieben,

gestern hat euch Jessi von xobooksheaven Sin  näher gebracht und heute an Tag 4 der Blogtour zu Lenara hab ich eine relativ große Outtake Szene für euch.

Als ich damals Band 3 von Lenara geschrieben habe, bin ich in Sins Charakter so stark reingekippt, dass ich richtig Mühe hatte zurück in Lens Kopf zu finden.
Das ging so weit, dass ich ganze 4 Abschnitte mit über 15.000 Wörtern geschrieben habe, die ursprünglich als Teil einer Rückblende geplant war. Tja die Rückblende hätte damit absolut den Rahmen gesprengt und nicht nur das … Sin ist kein einfacher Charakter und Sins Background, ihre Vergangenheit ist mit einem Wort ausgedrückt: heftig. Obwohl ich nicht so weit gehen würde die Lenara Reihe als soft zu bezeichnen, verblasst sie im Vergleich zu dem was ich in diesen 4 Abschnitten geschrieben hatte.

Ich konnte mich nicht dazu durchringen das Geschriebene zu löschen, aber bleiben wie es war konnte es auch nicht, denn es hätte einfach nicht in die restliche Reihe gepasst. Ich hätte mein eigenes Werk zensieren müssen und das brachte ich nicht übers Herz, denn es hätte Sins Geschichte verfälscht, etwas soft gemacht was nicht soft sein „darf“.

Also habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen sie zu streichen und mir die Szenen aufzuheben für das Buch das Sin auf jeden Fall bekommen wird und sei es nur, damit ich eben ihren Hintergrund beleuchten kann, so wie es ihr zusteht.
Mein Plan sah so aus, dass ich Sins Buch als erstes Spin-Off der Lenara-Reihe veröffentlichen wollte. Leider, oder Gott sei Dank je nachdem wie man es sieht, hat mich die Muse geküsst und das bedeutet, dass ich jemand anderes Story vorziehen werde müssen, weil die Entwicklungen die sich in meinem Kopf zusammenbrauen auch Auswirkungen darauf haben wie Sin zu ihrem Happy End kommt.

Was steht also fest? Welche Spin-Offs zur Lenara-Reihe wird es auf jeden Fall noch geben und welche möchte ich langfristig zusätzlich noch schreiben?

  • Daniel MacClaine
  • Sinara
  • Rack
  • Charlie
  • William Jones

Trotz der Tatsache das Sins Story brutal, makaber und heftig wird, habe ich einen Ausschnitt gefunden, den ich euch in diesem Rahmen zumuten kann und ich hoffe er gefällt euch und der Sichtwechsel von 3. zu 1. Person irritiert euch nicht zu sehr.

(Unlektorierte, unkorrigierte Rohfassung)

Eric war gut zu mir. Gut zu uns. Geduldig und großzügig.
Sehr großzügig, wenn ich daran dachte, weil er Len und mir so viel Kleidung kaufte, dass ich nicht alles davon in einem Jahr hätte anziehen können, selbst wenn ich alles nur einmal getragen hätte.
Len war noch nicht gleich bereit für die Schule, aber Eric sorgte dafür, dass sie die besten Privatlehrer bekam, damit sie aufholen konnte.
Jeden Tag wachte ich neben Eric auf und schlief in seinen Armen ein.
Ich wusste immer noch nicht viel über Gefühle, aber wenn ich jemals glücklich war, dann zu dieser Zeit.
Eric nahm mich gerne zu sozialen Veranstaltungen mit und er liebte es mich dafür einzukleiden. Mich störte es nicht, dass er meine Kleidung auswählte, meinen Schmuck und meine Frisur. Warum sollte es? Ich wusste rein gar nichts darüber, was angemessen, unangemessen oder einfach nur extravagant war, also verließ ich mich auf ihn.
Er brachte mir bei zu tanzen, wie man in der Öffentlichkeit aß, wie man Besteck hielt und was man zu sagen und nicht zu sagen hatte. Er begann sogar mir zu sagen wie ich zu laufen hatte.
Auch das störte mich nicht wirklich, aber nach ungefähr einem Jahr, begannen sich die Dinge langsam zu verändern.
Ich hatte alles perfektioniert was er mir beigebracht hatte, aber immer noch gab es Momente in denen ich das Gefühl hatte, dass er unzufrieden mit meinem Verhalten war.
Eric begann die Sklavenverbindung zu benutzen, um mich an bestimmten Punkten die er für angemessen hielt zum Lächeln zu bringen.
Darüber hatten wir unseren ersten Streit. Er entschuldigte sich, versprach mir er hatte es nur ausprobieren wollen und hätte nicht gedacht, dass es eine große Sache wäre.
Das war es nicht. Eine große Sache, meine ich. Aber ich fühlte mich unwohl und er hörte auf damit.
Für eine Weile war alles gut. Len ging endlich in die Schule wie ein Teenager ihres Alters es sollte. Eric hatte sichergestellt, dass sie alle notwendigen Dokumente hatte, die man brauchte um unter den Menschen zu leben. Und ich war Erics ‚bessere Hälfte’ , was auch immer das bedeutete.
Ehrlicherweise hatte ich immer noch Schwierigkeiten menschliche Grundlagen zu verstehen. Manchmal, auf den Bällen und Events zu denen Eric mich mitnahm, endete ich in einer Gruppe von Frauen. Die redeten über ihre Männer, ihre Kinder, sogar ihr Sexleben und ich verstand nicht mal die Hälfte ihrer Probleme.
Sie lachten über Dinge die ich nicht witzig fand und beschwerten sich über Dinge die ich nicht als Problem sah.
Zum Beispiel hat mir einmal eine Frau, ihr Name war Shawna, erzählt sie hätte sich ein neues Kleid gekauft und ihren Ehemann, Fred, dazu befragt. Seine Antwort war etwas Einsilbiges wie ‚nett’ und sie beschwerte sich fast eine ganze Stunde über sein fehlendes Interesse.
Shawna hatte besagtes Kleid an diesem Abend getragen und nachdem sie mir ihre Geschichte erzählt hatte, fragte sie mich ob es mir gefiel.
Ich war nicht dumm genug meine Antwort ebenso kurz zu gestalten wie Fred, aber es war eine knappe Sache.
Nachdem Shawnas Beschwerde geendet hatte, fing Michaela an sich über ihren Ehemann zu beschweren, weil er sie fett genannt hatte.
Nicht, dass der arme Joseph das tatsächlich Michaela ins Gesicht gesagt hätte. Nein, er hatte nur angemerkt, dass ihr Outfit etwas eng anlag. Das klang für mich nicht allzu schlimm, weil es die Wahrheit war und ihr Kleid sie komisch aussehen ließ. Aber alle anderen Frauen fingen an nach Strich und Faden zu lügen, wie dünn sie aussah und hatte sie nicht eigentlich abgenommen? Und wie Joseph nur so blind und unhöflich sein konnte etwas so Verletzendes wie ihr Gewicht zu erwähnen.
Alles was ich während des Gesprächs dachte war: Ist das ihr ernst?
Das war es. Es war lächerlich. Anstatt dem armen Joseph für seine Ehrlichkeit zu danken, kreuzigten sie ihn weil er versucht hatte Michaela daran zu hindern sich zu blamieren.
In dem Moment, als Michaela die Gruppe verließ um zu tanzen, begann der Klatsch und Tratsch und alle fingen an sich darüber auszulassen wie fett Michaela war.
Wie viel Gewicht sie wahrscheinlich zugenommen hatte und wie hässlich das Kleid war. Das Kleid war nicht hässlich, Michaela war nicht fett. Es war einfach nur etwas zu eng. Genau wie Joseph es gesagt hatte.
Einmal machte eine Frau den Fehler zu erwähnen, dass sie kochte und alle um sie herum explodierten förmlich darüber wie sie das nur tun konnte. Warum sie keinen Koch hatte, ob sie sich keinen leisten konnten, ob sie Probleme hatten ihre Kinder zu ernähren, ob sie Hilfe bräuchten.
Ich kochte nicht. Das rettete mich an diesem Abend. Ich erzählte ihnen aber auch nicht, dass ich nicht mal wüsste wie eine Gabel aussieht, wenn ich Len nicht an irgendeinem Punkt hätte beibringen müssen wie man menschliches Essen aß.
Nachdem jeder seine Beileidsbekundungen angeboten hatte, als wäre jemand gestorben, weil die arme kleine Susie selbst kochte, begannen sie Backen zu diskutieren.
Backen war eine Beschäftigung die man selbst ausüben durfte. Selbstverständlich nur für Wohltätigkeitsveranstaltungen oder um einem kranken Nachbarn Grüße auszurichten.
Es dauerte eine Weile bis ich begann die Regeln der Gesellschaft, der Reichen und Schönen, zu verstehen. Aber ich verstand sie nicht.
Eric fand meine Geschichte unglaublich unterhaltsam und lachte sich kaputt wenn wir nach Hause kamen.
Manchmal, während der sozialen Veranstaltungen, veränderte er meine Körperhaltung oder verhinderte, dass ich mehr aß.
Es war keine große Sache, sagte er mir. Ich machte keine große Sache daraus. Ich mochte es einfach nur nicht. Es ließ mich minderwertig fühlen. Als wäre ich nicht gut genug, so wie ich war. Was wahrscheinlich sogar der Wahrheit entsprach, aber das hieß nicht, dass es mir gefiel, selbst wenn es keine große Sache war.
Eines Tages machte er jedoch etwas, das eine große Sache war.
Er ließ mich schwanger werden. Ich wusste nicht einmal, dass er auch meine Körperfunktionen kontrollieren konnte bis zu diesem Zeitpunkt.
Zuerst war ich geschockt und dann erzählte er mir wie glücklich er darüber war, dass ich sein Baby bekam.
Seine gute Laune war ansteckend und ich war ebenfalls glücklich.
Ich konnte ein Kind haben, die Phasen sehen in denen Len gewesen war, aber in einem echten Baby. Ein winziges, kleines Ding das in einen Menschen wuchs.
Ich war glücklich. Eric war glücklich.
Ich wollte es Len nicht erzählen. Ich weiß nicht mal warum. Eric stimmte zu. Ich weiß nicht wieso.
Weil ich von meiner Schwangerschaft vom ersten Tag an wusste, dauerte es eine Weile bis mein Körper anfing sich zu verändern.
Mich störten die Veränderungen nicht, war sogar glücklich über die ersten Zeichen eines Babybauchs.
In Wirklichkeit sah ich aus, als wäre mein Bauch aufgebläht und nicht als bekäme ich ein Baby. Aber ich war trotzdem glücklich.
Eric war aufmerksam wie eh und je, war sogar netter zu Len als ich ihn je erlebt hatte. Er kaufte ihr zum ersten Mal Kontaktlinsen, damit sie ihre Augen verstecken konnte. Ich wusste, dass sie damit Probleme in der Schule gehabt hatte, aber sie hat mir immer versichert es wäre okay und ich hätte sowieso keine Lösung gehabt. Aber Eric hatte eine und es machte Len glücklich. Also machte es mich auch glücklich.
Wir waren eine große, glückliche Familie. Oder sowas in der Richtung.
Eric hatte sogar begonnen meinen Bauch Guten Morgen und Gute Nacht zu küssen.
Aber natürlich änderten sich die Dinge. Und sie änderten sich nicht nur, sie eskalierten. So stark, so schnell ich weiß immer noch nicht was mich getroffen hat.

Blogtour-Daten

15.04. Die Lenara-Reihe – ostseebuecherjunkie.de
16.04. Die Wesen – readingmaddoxgirls.at
17.04. Interview mit Sin – xobooksheaven.wordpress.com
18.04. Outtakes & Preview – dominiqueheidenreich.at
19.04. Freundebuch – Amorem namque Librorum (auf Facebook)
20.04. Ausflug zu den Schauplätzen – lesenimmondregen.at

Gewinnspiel

Vergesst außerdem nicht: Am Ende der Blogtour findet ein Gewinnspiel statt, dass am 21.04. von mir ausgelost wird.
Bis dahin könnt ihr jeden Tag bei jedem Beitrag eine Frage beantworten (pro beantworteter Frage gibt es 1 Los) und mit insgesamt 6 Losen in den Gewinnertopf wandern.
Die Teilnahme ist vom 15.04. bis 20.04. möglich und zu gewinnen gibt es ein Taschenbuch aus meiner Reihe (welcher Teil bleibt euch überlassen) ODER die komplette Lenara Reihe als Ebook.

Hier also die Frage: Mögt ihr Spin-Offs bzw. lest ihr sie?  Seid ihr froh wenn eine Geschichte ein absolutes Ende hat oder erleichtert weil es doch weitergeht?

6 thoughts on “Blogtour

  1. Jenny Siebentaler says:

    Hallöchen 🙂

    Ein völliges Ende der eigentlichen Gedachten Geschichte einer Reihe finde muss irgend wie sein! Was danach noch kommt, ob man mit einem anderen Protagonisten eine Reihe weiter schreibt oder eine eigentliche Vorgeschichte mit anderen Figuren finde ich voll toll und auch immer gerne gelesen- doch auch nur wenn die Vorgeschichte in Bänden nicht endlos viele Reihen hat zum Beispiel bis Band 20 und so 😉 !

    LG Jenny

  2. Yvie Eckhardt says:

    Ich mag Spin-Offs super gerne, vor allem, wenn es um einen meiner liebsten Nebencharaktere geht. Deshalb stimme ich für Rack (ja ich weiß, es war keine Abstimmung).

    LG

    Yvie

  3. Erika H. says:

    Hallöchen,
    Spin-Offs sind schon eine feine Sache.
    Vor allen wenn einem die Reihe Fasziniert und man
    sich nicht trennen will . Es macht aber nur Sinn wenn die Eigentliche Reihe ein tolles Ende hat.
    LG
    Erika

  4. karin says:

    Hallo und guten Tag,

    sorry musste erst einmal den Begriff…googeln…

    Ich kann mir , da eigentlich keine, klare Meinung bilden, weil ich kein so Serie-Freak bin

    ……aber ich denke mir, wenn die neue Geschichte stimmig rüberkommt macht es durchaus Sinn und Spaß hier so eine Fortsetzung im eigenständigen Bereich als Leserin mitverfolgen zu können bzw. zu wollen

    LG..Karin..

    • Dominique says:

      Hallo Karin,
      ich habe ausgelost und du hast gewonnen 🙂 ich melde mich nochmal per Mail bei dir!

      LG
      Dominique

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